Boxhandschuhe gehören zu den ältesten Ausrüstungsgegenständen beim Faustkampf. Freilich waren es damals keine Handschuhe, sondern lediglich Lederriemen, mit der man die Fäuste umwickelte. Bei den römischen Gladiatorenkämpfen wurden Metalldornen in die Lederbänder eingearbeitet. Mit unserem heutigen Boxen hatte dies wenig zu tun. In unserer modernen Zeit werden Boxhandschuhe nicht nur beim klassischen Boxkampf verwendet. Viele asiatische Kampfkünste verwenden ebenfalls unterschiedliche Arten an Boxhandschuhen.
Der klassische Boxhandschuh ist aus einem speziellen Leder gefertigt, ist dick gepolstert und umschließt die gesamte Faust bis über die Handgelenke. Profiboxer schwören immer noch auf eine Schnürung des Boxhandschuhes, obwohl damit meist ein zusätzlicher Helfer bereitstehen muss. Das Gewicht wird in sogenannte Unzen angegeben. Dieser Wert sagt nichts über die Dicke der Polsterung oder Größen des Boxhandschuhs etwas aus. Diese Boxhandschuhe entsprechen auch weitestgehend den Trainings- und Sparringhandschuhen und unterscheiden sich meist nur durch die Dicke der Polsterung. Neuerdings werden aber auch immer mehr Boxhandschuhe mit Klettverschluss benutzt. Diese können ohne Hilfsperson leichter an- und ausgezogen werden.
Unter Gerätehandschuhe werden spezielle leichte Boxhandschuhe verstanden, die ausschließlich zum Training am Sandsack, für Pratzentraining oder am Punchingball eingesetzt werden. Sie eignen sich für kurze Übungen und sind leicht anzulegen.
Für verschiedene asiatische Kampfsportarten eignen sich die Mixed-Material-Arts Boxhandschuhe. Hier finden sich viele offene Handschuhe, die für Griffe und Würfe ebenso geeignet sind, wie zum Boxen. Mit Safetys werden halboffene Boxhandschuhe und der dazu passende Fußschutz benannt, die zum Beispiel beim Karate oder Taekwon-Do eingesetzt werden. Die Boxhandschuhe für das Kick- und Thaiboxen entsprechen dagegen weitestgehend den traditionellen Boxhandschuhen.