Volleyball zählt heute zu einer der beliebtesten Mannschaftssportarten bei Alt und Jung. Entstanden ist die Sportart, welche zu den Rückschlagspielen zählt, in den USA im Jahre 1895. William G. Morgan, Sportdirektor eines christlichen Jugendvereins, entwickelte damals einen sportlichen Zeitvertreib für die älteren Mitglieder des Vereins. Seine Sportart sollte eine sanfte Alternative zum doch sehr rohen und intensiven Basketballspiel darstellen und Elemente aus Tennis und Handball enthalten. Ein Jahr später wurden die von Morgan aufgestellten Regeln angepasst, das Spiel erhielt den bekannten Namen Volley Ball. In den kommenden Jahren verbreitete sich das Spiel ausgehend von Kanada über die ganze Welt.
Mitte des letzten Jahrhunderts entstanden erste Verbände, die die Ausführung der Sportart sichern und überwachen sollten. Als Dachverband gilt dabei die Federation Internationale de Volleyball, kurz FIVB. Zur selben Zeit wurden in diesem schnellen, eleganten Spiel Weltmeisterschaften ausgetragen, seit 1964 gilt die Sportart zudem als olympische Disziplin. Brasilien, Italien, Russland, China und Serbien zählen heute weltweit zu den führenden Nationen, welche sich intensiv dieser Sportart widmen. Inzwischen widmen sich rund 35 Millionen Spieler dieser Sportart. Rechnet man Hobbysportler und gelegentliche Spieler mit ein, kann man von einer noch höheren Zahl ausgehen.
Ein heutiges Volleyballfeld besitzt die Maße von 18L x 9 B Metern – jede Mannschaft hat damit 9 x 9 Meter Spielfläche zur Verfügung. Die Netzhöhe ist je nach Geschlecht unterschiedlich, Männer spielen bei einer Höhe von 2,43m Oberkante, Frauen bei einer Höhe von 2,24m Oberkante. Im gemischten Spiel beträgt die Netzhöhe 2,35m. Die Mannschaft selbst besteht dabei jeweils aus maximal zwölf Spielern. Die einzelnen Spielpositionen sind dabei genau definiert. So unterscheidet man zwischen Mittelangreifern, Außenangreifern, Zuspielern, Diagonalspielern, Libero und Universalspieler. Je nachdem, welche Spielposition ein Spieler einnimmt, ergeben sich unterschiedliche Aufgaben. Auch hier gilt wie in allen anderen Mannschaftssportarten auch, dass sich trotzt einzelner Aufgaben ein Zusammenspiel zwischen den einzelnen Positionen ergeben muss, um einen gemeinsamen Sieg zu erringen.
Neben genauen Regeln sichern bei diesem Sport zahlreiche Schiedsrichter, dass sich jeder Spieler an die vorgegeben Normen hält. Erster und Zweiter Schiedsrichter sowie ein Linienrichter beobachten den Spielablauf und schreiten gegebenenfalls ein. Der erste Schiedsrichter ist dabei der Spielleiter. Er trifft endgültige Entscheidungen und kann bei Bedarf auch den Zweiten Schiedsrichter sowie den Linienrichter überstimmen. Der Zweite Schiedsrichter assistiert. Sein Zuständigkeitsbereich während des Spiels ist genau festgelegt, in diesem Raum ahndet er Fouls und Regelüberschreitungen. Irrt er sich in seinen Entscheidungen, kann er vom Ersten Schiedsrichter überstimmt werden. Der Linienrichter entscheidet darüber, ob ein Ball im Aus oder noch im Spielfeld war und ahndet Schrittfehler. Doch auch seine Entscheidungen können im Zweifelsfall vom Ersten Schiedsrichter revidiert werden.
Das Spiel selbst wird durch Punkte entschieden. Hat eine Mannschaft 25 Punkte erreicht, endet ein Satz. Allerdings wird dieser Satzgewinn nur erreicht, wenn die gewinnende Mannschaft zwei Punkte Vorsprung zu ihrem Gegner besitzt. Wie in vielen anderen Sportarten auch, wechseln nach einer gewissen Zeit die Mannschaften die Spielfeldhälften, sodass jede Mannschaft unter gleichen Bedingungen und zu gleichen Chancen spielen kann. Das Spiel ist endgültig gewonnen, sobald eine Mannschaft drei Sätze für sich entscheiden konnte.